Ein evidenzbasiertes, sequenzielles Veränderungsprogramm über 30 Wochen: 5 Phasen, 10 Wirkmechanismen, 22 Module und 14 SpinOffs für dauerhafte Verhaltensänderung.
TRANSFORM - Evidenzbasiertes Veränderungsprogramm
Ein sequenzielles Programm über 30 Wochen, das auf 10 wissenschaftlich fundierte Wirkmechanismen aufbaut. Keine Phase ist optional - das Überspringen einer Phase untergräbt die Wirksamkeit der folgenden.
Kernidee
Nicht Symptomreduktion, sondern Mechanismus-Aktivierung. Wenn die zehn Mechanismen in der richtigen Reihenfolge aktiviert werden, ergibt sich dauerhafte Veränderung fast von selbst.
Die Mechanismen-Kette
Werteklärung + Dickens Pattern (WARUM verändern? - emotional verankert)
→ Bottom-Up-Regulation (Nervensystem regulieren können)
→ Erwartungsverletzung + Kinotechnik (neues Lernen / Erinnerung umschreiben)
→ Selbstwirksamkeit (Glaube an eigene Fähigkeit wächst)
→ Interozeptive Awareness (Körpersignale neu einordnen)
→ Implementation Intentions (Verhalten automatisieren)
→ Kontextuelle Generalisierung (Transfer in den Alltag)
→ AVE-Entschärfung (Rückfälle überleben)
→ Kognitive Defusion (mit dem leben, was bleibt)
Modul 1.1 ist eine strukturierte Selbsteinschätzung, die mit dem Readiness Ruler aus dem Motivational Interviewing die eigene Veränderungsbereitschaft erfasst.
Modul 2.1 ist eine psychoedukative Einheit, die die Grundmechanismen von Angst, Überzeugungen und Gewohnheiten als das innere Betriebssystem des Menschen verständlich macht.
Modul 2.5 ist eine Einführung in die interozeptive Achtsamkeit, die über Body Scan und Körpersignal-Tagebuch das wertfreie Wahrnehmen von Körperempfindungen schult.
Modul 3.1 ist eine Einheit zum Aufbau einer Angsthierarchie und eines Erwartungsprotokolls, die mit expliziten Erwartungen die Grundlage für die spätere Exposition legt.
Modul 3.3 ist eine systematische Exposition nach dem Modell des Inhibitory Learning, die mit den acht Craske-Optimierungen nicht auf Angstreduktion, sondern auf neues Lernen zielt.
Modul 4.2 ist eine Einheit zum Habit Stacking, bei der neue Verhaltensweisen an bereits bestehende Gewohnheiten gekoppelt werden, um sie dauerhaft zu verankern.
Modul 4.3 ist eine Kurseinheit, die den systematischen Transfer erlernter Fähigkeiten in multiple Alltagskontexte trainiert, damit jede Fertigkeit über die ursprüngliche Übungssituation hinaus tragfähig wird.
Modul 4.4 ist eine Kurseinheit zur Defusion auf Körperebene, in der Körperempfindungen bewusst wahrgenommen, benannt und von ihrer emotionalen Bewertung gelöst werden.
Modul 5.1 ist eine Kurseinheit, die eine persönliche Rückfall-Landkarte erstellt und kritische Situationen, emotionale Zustände und soziale Auslöser systematisch identifiziert, um Rückfallrisiken vorbeugend zu erkennen.
Modul 5.2 ist eine Einheit, die durch einen vorab erstellten Lapse-Plan den Abstinenz-Verletzungs-Effekt entschärft, also die Verstärkung eines Rückfalls durch Schuldgefühle.
Modul 5.3 ist eine Kurseinheit zum narrativen Reauthoring, in der die erreichte Veränderung dauerhaft in die eigene Identität und Lebensgeschichte integriert wird.
Modul 5.4 ist die abschließende Kurseinheit mit Messwiederholung, persönlicher Toolbox-Karte und Booster-Vereinbarung, die den Lernprozess strukturiert beendet und nachhaltig absichert.
Motivationale Blockaden sind antriebshemmende Zustände wie bei Depression oder gelernter Hilflosigkeit, denen mit dem Ansatz der Behavioral Activation begegnet wird.
SpinOff S-03 ist eine alternative Einstiegsübung, die für Teilnehmer mit Panikstörung progressive Muskelrelaxation statt Atemarbeit als Einstieg in die Regulation nutzt.
Selbstmitgefühl ist im Compassion-Focused-Therapy-Ansatz nach Gilbert die wohlwollende Haltung sich selbst gegenüber, die Selbstkritik als überholte Sicherheitsstrategie ablöst.
SpinOff S-06 ist ein verlängertes, graduelles Interozeptions-Training mit taktiler Unterstützung für Menschen mit Alexithymie, also einer erschwerten Wahrnehmung und Benennung eigener Gefühle.
SpinOff S-07 ist ein erweitertes Trauma-Modul, das die Traumaverarbeitung mit EMDR-Elementen vertieft und sich auf WHO- und NICE-Empfehlungen mit nachgewiesener Wirksamkeit stützt.
SpinOff S-08 ist ein Spezialprotokoll für soziale Ängste, das die Exposition durch Video-Feedback und gezielte Aufmerksamkeitsverschiebung auf die soziale Angststörung anpasst.
SpinOff S-09 ist ein Modul zur Behandlung von Zwangsgedanken nach dem Prinzip Exposure plus Response Prevention, bei dem auf Neutralisierungshandlungen bewusst verzichtet wird.
SpinOff S-10 ist ein auf progressive Muskelrelaxation fokussiertes Modul zur Bearbeitung chronischer Schmerzkonditionierung mit erhöhter Übungsintensität.
SpinOff S-11 ist ein Modul, das Haltungs-, Stimm- und Raumverhaltensarbeit nutzt, um Identitätsveränderung über den verkörperten Ausdruck zu unterstützen.
SpinOff S-12 ist ein vollständiges achtwöchiges Achtsamkeitsprogramm nach MBSR oder MBCT, das als vertiefende Erweiterung für Teilnehmer angeboten wird.
SpinOff S-13 ist ein erweitertes Rückfallpräventions-Modul, das Craving-Management und Urge Surfing nach Marlatt zur Bewältigung von Suchtverlangen vermittelt.
SpinOff S-14 ist ein Modul, das Methoden der Narrativen Therapie nach White und Epston mit logotherapeutischen Elementen nach Frankl zur Sinn- und Geschichtenarbeit verbindet.